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Defini­tion

Als Usabi­lity (auch: Benut­zer­freund­lich­keit) bezeich­net man ein Quali­täts­merk­mal, das beurteilt wie einfach eine Benut­zer­ober­flä­che oder auch eine Webseite zu benut­zen ist. Dabei wird vor allem auf Design und die Bedien­bar­keit wertge­legt.

Websei­te­nusa­bi­lity zählt zu einer der Online Marke­ting Diszi­pli­nen. Für Betrei­ber einer Webseite ist es empfeh­lens­wert, sich mit der Benutz­bar­keit der Webseite zu beschäf­ti­gen und diese für die Nutzer ständig zu verbes­sern. Ist eine Webseite nicht benut­zer­freund­lich gestal­tet, wird diese vermut­lich schnell verlas­sen. Damit ein Nutzer eher kauft und nicht die Seite verlässt, kann eine bessere Suchfunk­tion helfen. Diese kann beispiels­weise mithilfe von Google Custom Search einge­setzt werden.

Video-Erklä­rung: Web-Usabi­lity

 

Wichtige Usabi­lity-Krite­rien

Auf diese Krite­rien wird beson­de­rer Fokus bei Websei­ten Usabi­lity gelegt:

  • Leichte Erlern­bar­keit
    Wie einfach ist die Webseite zu errei­chen? Können Kernauf­ga­ben bereits beim ersten Mal erledigt werden?
  • Effizi­enz
    Wie schnell kann ein Benut­zer einer Aufgabe erledi­gen, wenn er die Webseite bereits kennt.
  • Einpräg­sam­keit
    Kehrt ein Benut­zer erst nach einiger Zeit zur Webseite zurück. Wie schnell kann er sich erneut auf der Webseite zurecht­fin­den?
  • Fehler
    Wie viele Fehler macht der Benut­zer? Wie schwer­wie­gend sind diese? Wie reagiert der Benut­zer auf die Fehler? Wie können diese Fehler besei­tigt werden?
  • Zufrie­den­heit
    Wie angenehm ist es, das Design zu verwen­den? Möchte ein Besucher wieder­kom­men?

Es gibt noch eine Reihe weite­rer Quali­täts­merk­male einer Webseite. Die Gesamt­heit dieser nennt man auch User Experi­ence.

Usabi­lity-Test

Um heraus­zu­fin­den, wie Nutzer auf einer Seite agieren und welche Fehler sie begehen, werden spezi­elle Usabi­lity Tests durch­ge­führt. Wenn man schnell zu einem Ergeb­nis über die Usabi­lity einer Seite oder eines Produk­tes kommen möchte, kann der System Usabi­lity Scale einge­setzt werden.

Detail­lierte Tests können durch Beobach­tung, Live-Testing (z.B. mithilfe von Thinking Aloud Tests), Eye Tracking, heuris­ti­scher Evalua­tion und durch andere Metho­den reali­siert werden. Dabei werden Erkennt­nisse über das Verhal­ten der Nutzer auf der Webseite gewon­nen und für die Verbes­se­rung der User Experi­ence Maßnah­men abgelei­tet. Beispiels­weise können hierbei Heatmaps mit F‑Form Muster entste­hen, welche das Lesever­hal­ten der Nutzer wieder­gibt. Scroll­maps zeigen zudem an, welche Teile der Webseite für einen Nutzer am inter­es­san­tes­ten sind.

Um die Naviga­tion der Website nutzer­freund­li­cher zu gestal­ten, kann das Verfah­ren Card Sorting einge­setzt werden. Hierbei bekom­men mehrere Proban­den alle Begriffe der Naviga­tion in Karten vorge­legt und müssen diese nach ihren Vorstel­lun­gen einer gelun­ge­nen Naviga­tion ordnen. Des Weite­ren kann auch schon von vorne herein ein parti­zi­pa­ti­ves Design verwen­det werden. Hier wird der Nutzer in den Entwick­lungs­pro­zess mit einge­schlos­sen.

Barrie­re­frei­heit

Eine bedeu­tende Rolle (auch für Suchma­schi­nen) spielt die Barrie­re­frei­heit (Acces­si­bi­lity). Barrie­re­freie Websei­ten können Menschen mit Behin­de­run­gen mithilfe von Hilfge­rä­ten und –program­men (Braille­zei­len, Vorle­se­pro­gramme) problem­los benutzt werden. Das Hinter­le­gen von Alt-Tags bei der Bildop­ti­mie­rung kommt sowohl der Benutz­bar­keit als auch der Onpage-Optimie­rung zugute.

 

Bedeu­tung für die Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung

Usabi­lity hat auf die Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) nur einen indirek­ten Einfluss. Sind Websei­ten schlecht benutz­bar, werden die Benut­zer höchst­wahr­schein­lich die Seite verlas­sen, und die Bounce Rate einer Seite zurück zu Suchma­schine kann dadurch erhöht werden. Google empfiehlt stets Verbes­se­run­gen der Usabi­lity einer Webseite durch­zu­füh­ren. Ist eine Webseite gut nutzbar, barrie­re­frei und leicht zugäng­lich für den Nutzer, kann es als Signal für gute Website-Quali­tät sein.

Bei einer guten User Experi­ence kann eine Website positiv von Besuchern empfun­den werden. Dabei werden Besucher ermutigt die Seite zu teilen, zu bookmar­ken oder zu verlin­ken.

Hinsicht­lich des Codes, kann der Einsatz von CommonJS dazu dienen, die Flexi­bi­li­tät und Funktio­na­li­tät von JavaScript zu steigern. Natür­lich ist hierbei der korrekte Einsatz der Skript­spra­che zu beach­ten. All diese Signale können den Suchma­schi­nen als Zeichen der Quali­tät dienen. Ist die Seite quali­ta­tiv hochwer­tig, wird im Ranking besser platziert.