Defini­tion

SERP ist die Abkür­zung von Search Engine Result Page und bezeich­net die Seiten, auf denen die Suchergeb­nisse in Suchma­schi­nen wie Google aufge­lis­tet werden.

 

Erklä­rung

Das Ranking in den SERPs ist wesent­lich für den Erfolg von Websites. Website-Betrei­ber wollen errei­chen, dass ihre Angebote möglichst weit oben in den SERPs ausge­spielt werden. Denn Unter­su­chun­gen zufolge verteilt sich das Gros der Klicks auf die ersten 10 Suchergeb­nisse zu einem Keyword. Nach der ersten SERP sinkt die Aufmerk­sam­keit des Users drastisch. So entfal­len nach einer aktuel­len Studie der Media­tive Digital Marke­ting Company nur etwa 1 Prozent der Klicks auf die zweite Google Ergeb­nis­seite.

 

SERP Bedeutung - Search Engine Result Pages - Erklaerung

 

Die Reihen­folge der Suchergeb­nisse in den SERPs wird durch die gehei­men Algorith­men der Suchma­schi­nen bestimmt. Nach Angaben der Suchma­schine Google fließen über 200 Fakto­ren in das Ranking einer Website ein. Dazu gehören etwa quali­ta­tive Links, die auf eine Website verwei­sen, sowie user-relevan­ter, hochwer­ti­ger Content auf einer Website.

Je nach Suchan­frage variiert die Darstel­lung der SERPs. So können je nach einge­ge­be­nem Suchbe­griff (Keyword- oder Keyword-Kombi­na­tion) etwa Werbung, Bilder, Ergeb­nisse aus Google Maps und/oder Bewer­tun­gen in den Suchergeb­nis­sen angezeigt werden.

Zudem können die SERPs je nach User unter­schied­lich ausfal­len, weil sie etwa nach Stand­ort und Suchhis­to­rie perso­na­li­siert sind. Fühlt sich ein User jedoch durch die angezeig­ten Suchergeb­nisse in seinen Persön­lich­keits­rech­ten verletzt, ist es möglich, die Entfer­nung des Suchergeb­nis­ses durch Google zu beantra­gen.

Weil eine hohe Ranking­po­si­tion so wichtig für den Traffic einer Website ist, wird bei der Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung (SEO) versucht, die Position einer Website in den SERPs positiv zu beein­flus­sen. So analy­sie­ren erfah­rene SEOs etwa die Suchan­fra­gen der User zu bestimm­ten Begrif­fen und versu­chen, sie in den Beiträ­gen einer Website zu beant­wor­ten.

Denn entschei­dend für das Ranking einer Website in den SERPs ist vor allem, wie relevant eine Website für eine bestimmte Suchan­frage ist. Damit Suchma­schi­nen den Inhalt einer Webseite besser scannen können, ist es wichtig, dass der Website-Content relevante Keywords zum Thema enthält. Da Google seman­ti­sche Zusam­men­hänge immer besser erkennt, sollte eine Webseite aber nicht nur für ein bestimm­tes Keyword, sondern für ein ganzes Themen­um­feld optimiert werden – etwa durch die Einbin­dung themen­re­le­van­ter Begriffe und Synonyme.

Mit regel­mä­ßi­gen Updates wie Panda, Penguin und Humming­bird hat Google seinen Algorith­mus verfei­nert, um den Nutzern noch relevan­tere Ergeb­nisse zu einer Suchan­frage anzuzei­gen.

Mit den Google-Updates haben sich auch die SERPs verän­dert. So hat Google mit seinem Humming­bird-Update den sogenann­ten Knowledge Graph ausge­wei­tet. Damit werden bestimmte Suchan­fra­gen in den SERPs bereits komplett beant­wor­tet, sodass Nutzer nicht mehr auf einzelne Suchergeb­nisse klicken müssen.

Erfolg­rei­che Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rer müssen bezüg­lich der neues­ten Google Updates stets auf dem Laufen­den sein und ihre SEO-Strate­gien entspre­chend anpas­sen. Wird aller­dings versucht, das Suchma­schi­nen-Ranking durch unlau­tere Metho­den und Tricks wie Keyword Stuffing zu beein­flus­sen, straft Google die entspre­chende Webseite ab. Das wirkt sich negativ auf das Ranking aus und kann sogar zum komplet­ten Ausschluss aus dem Index führen.

Eine weitere Möglich­keit, die Aufmerk­sam­keit des Nutzers in den SERPs zu erhal­ten, ist Suchma­schi­nen­wer­bung (SEA). Google-Adwords-Anzei­gen werden über den Suchergeb­nis­sen sowie rechts davon auf der SERP angezeigt. Die meisten Unter­neh­men setzen auf eine Kombi­na­tion aus SEO und SEA, um Traffic auf ihre Website zu ziehen.

Aufbau von SERP-Snippets

Gerade mal 1,17 Sekun­den betrach­tet der User im Durch­schnitt die SERP, so die Media­tive-Studie. Aus diesem Grund kommt den SERP-Snippets eine wesent­li­che Rolle zuteil.

Diese Snippets, der Text des jewei­li­gen Suchergeb­nis­ses, bestehen aus einer Headline (Title) und einem Beschrei­bungs­text (Metade­scrip­tion). Der Text kann von Website-Betrei­bern in den Metada­ten des Content Manage­ment Systems (CMS) gepflegt werden.

Die Metada­ten beein­flus­sen stark, ob der User ein bestimm­tes Suchergeb­nis der SERP anklickt oder nicht. Daher sollten der Title und die Beschrei­bung möglichst aussa­ge­kräf­tig verfasst sein. Die sinnvolle Platzie­rung relevan­ter Schlüs­sel­wör­ter in Title und Descrip­tion kann sich zudem positiv auf das Ranking auswir­ken. Aller­dings sollte die zugehö­rige Website stets halten, was sie verspricht.

Beim Formu­lie­ren der SERP-Snippets gilt es, präzise auf den Punkt zu kommen. So erlaubt Google nur eine bestimmte Anzahl von Zeichen: Eine grobe Faust­re­gel für die Meta Descrip­tion lautet, dass sie nicht länger als 150–160 Zeichen inklu­sive Leerzei­chen sein sollte. Beim Title kommt es auf die Breite in Pixeln an. Er sollte jedoch 70 Zeichen nicht überschrei­ten.

Ein hilfrei­ches Tool, das anzeigt, wie der Snippet aus Sicht des Users erscheint, ist etwa der SERP Snippet Genera­tor von Sistrix: http://www.sistrix.de/serp-snippet-generator/

 

Fazit

“Möglichst weit oben!”

– so lautet die Devise von Website-Betrei­bern, wenn es um die Positio­nie­rung in den SERPs geht. Denn die meisten Klicks entfal­len auf die erste Suchergeb­nis­seite bei Google.

Durch Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung wird versucht, das Ranking einer Website in den SERPs zu beein­flus­sen. Daneben dient Suchma­schi­nen­wer­bung wie GoogleAd­words dazu, die Aufmerk­sam­keit der User auf die eigene Website zu lenken. Daneben kommt der Gestal­tung der SERP-Snippets eine wichtige Rolle zuteil, wenn es um das Generie­ren von Klicks in den SERPs geht.

Mit den Google-Updates haben sich auf die SERPs verän­dert. Statt reinem Text werden den Nutzern inzwi­schen auch Bilder, Videos, Bewer­tun­gen und Karten in den Suchergeb­nis­sen präsen­tiert. Erfolg­rei­che Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rer müssen bezüg­lich der neues­ten Google Updates stets auf dem Laufen­den sein und ihre Strate­gien entspre­chend anpas­sen.