Defini­tion

Als Newslet­ter wird im Online Marke­ting ein elektro­ni­scher Rundbrief bzw. Infobrief bezeich­net, welcher periodisch an Abonnen­ten als E‑Mail versen­det wird. Aus diesem Grund wird das Schrei­ben oftmals auch als E‑Mail-Newslet­ter bezeich­net. Im Gegen­satz zu einer Mailing­liste erfolgt die Kommu­ni­ka­tion nur über einen Vertei­ler. Ursprüng­lich war der Newslet­ter ein Print­pro­dukt, das von Verei­nen oder Organi­sa­tio­nen an ihre Mitglie­der verschickt wurde. Newslet­ter sind Bestand­teile des E‑Mail Marke­ting und gehört ebenso zum Post-Conver­sion Marke­ting.

 

Inhalte und Formate

Newslet­ter werden in verschie­de­nen Forma­ten verschickt. Die einfachste Möglich­keit ist der sogenannte Plain Text. Hier erhal­ten die Empfän­ger die Infor­ma­tio­nen im reinen Textfor­mat.

Ein Newslet­ter im sogenann­ten Multi­part-Format wird in HTML geschrie­ben und kann zusätz­lich zum Text auch Bilder, Videos oder Teile einer Website enthal­ten. Vielfach können diese Newslet­ter auch als Plain Text angezeigt werden. Dadurch wird erreicht, dass die elektro­ni­schen Rundschrei­ben auch von allen Program­men gelesen werden können.

Meist haben die Abonnen­ten zusätz­lich die Möglich­keit, den Newslet­ter auszu­dru­cken.

 

Einsatz­ge­biete

Mit Hilfe von elektro­ni­schen Rundschrei­ben können viele Einsatz­ge­biete abgedeckt werden:

  • Infor­mie­ren über Angebote
  • Durch­füh­ren von Meinungs­um­fra­gen
  • Starten von Marke­ting-Aktio­nen
  • Versen­den von wichti­gen Unter­neh­mens­in­for­ma­tio­nen (z.B. Rückrufe von Produk­ten)

Der Vorteil eines Newslet­ters besteht bei allen Anwen­dungs­be­rei­chen in der direk­ten und schnel­len Anspra­che einer spezi­fi­schen Empfän­ger­gruppe. Wichtig für den Erfolg eines Newslet­ters ist zu aller erst, dass er beim Empfän­ger ankommt und keine Bounce Message vorkommt.

 

Recht­li­che Voraus­set­zun­gen

Newslet­ter dürfen ledig­lich an Empfän­ger verschickt werden, die zuvor ihr Einver­ständ­nis gegeben haben. Dies wird auch als Opt-In bezeich­net. In Falle des Single-Opt-In bestä­tigt der Empfän­ger durch die Angabe seiner Mail-Adresse und das Absen­den des Formu­lars, dass er zukünf­tig einen Newslet­ter erhal­ten möchte. Beim sogenann­ten Double-Opt-In-Verfah­ren erhält der Abonnent nochmals eine E‑Mail mit einem Bestä­ti­gungs­link, um dem Abonne­ment endgül­tig zu zuzustim­men. Das Double-Opt-In-Verfah­ren bietet im Gegen­satz zum Single-Opt-In zusätz­lich die Sicher­heit, dass ein Newslet­ter nicht verse­hent­lich oder missbräuch­lich abonniert wird.

Die Zustim­mung des Abonnen­ten ist wichtig, da ein elektro­ni­scher Rundbrief sonst als unzuläs­sige Werbung nach § 7 Abs. 2 Nr. 3 i.V.m. § 3 UWG klassi­fi­ziert werden könnten. Der Absen­der müsste im Extrem­fall recht­li­che Konse­quen­zen erwar­ten.

Ein Abonnent muss jeder­zeit die Möglich­keit haben, den Newslet­ter-Empfang zu beenden. Aus diesem Grund enthal­ten Newslet­ter stets einen Link, der direkt zur Abmel­dung führt, oder den Hinweis zur Newslet­ter­ab­mel­dung durch eine Nachricht an den Absen­der.

Aus diesen Gründen hat sich in den letzten Jahren das sogenannte Permis­sion Marke­ting durch­ge­setzt. Nur auf eine ausdrück­li­che Erlaub­nis (engl. Permis­sion) des Kunden, werden Newslet­ter ver-sendet. In der Regel stimmt der Kunde einma­lig dem Empfang von Newslet­tern zu und erhält dann regel­mä­ßig Newslet­ter. Newslet­ter sind aller­dings nur eine Form des Permis­sion Marke­tings, auch Call Back Formu­lare zählen zu dieser Form des Marke­tings. Hierbei hinter­las­sen Kunden ihre Tele-fonnum­mer, um direkt von Kunden­be­ra­tern des Unter­neh­mens angeru­fen werden zu können.

Wenn ein Newslet­ter vertrau­li­che Infor­ma­tio­nen enthält, kann dieser zudem einen Email Disclai­mer enthal­ten.

 

Newslet­ter-Software

Für den Versand von Newslet­tern nutzen Unter­neh­men meist spezi­elle Software, die nicht nur die Erstel­lung von Inhal­ten sondern auch das Tracking der ausge­lie­fer­ten Rundschrei­ben übernimmt. Im Rahmen des E‑Mail Marke­ting kommt dem Newslet­ter eine beson­dere Funktion zu. Aus diesem Grund wird das Nutzer­ver­hal­ten mit Newslet­ter-Software genau ausge­wer­tet, um die Perfor­mance oder auch die Conver­sion-Rate zu verbes­sern. Eine Analyse enthält beispiels­weise Kennzah­len zu Öffnun­gen, Abmel­dun­gen oder Klicks auf im Newslet­ter enthal­tene Links.

Die Unsub­scribe Rate ist ein Maß für alle Abmel­dun­gen eines Newslet­ters. Klicken Nutzer auf den Opt-Out-Button, der recht­lich vorge­schrie­ben ist, wird dieser Klick mithilfe des Trackings regis­triert. Kennda­ten wie die Unsub­scribe Rate erlau­ben es darüber hinaus, dass Newslet­ter formal und inhalt­lich verän­dert werden können. Und zwar in dem Sinn, dass versucht wird, die Unsub­scribe Rate niedrig zu halten bzw. zu verrin­gern, durch verschie­dene Änderun­gen am Newslet­ter.

Solche Änderun­gen spielen beim Targe­ting im Rahmen einer Mailing-Kampa­gne eine wichtige Rolle. Je besser der Newslet­ter auf die Bedürf­nisse des Kunden zugeschnit­ten ist, desto niedri­ger ist die Unsub­scribe Rate. Im Durch­schnitt liegt die Unsub­scribe Rate bei 2 bis 3 %, wobei sie höher ausfal­len kann, wenn Newslet­ter an eine neue Kunden­liste verschickt werden.

 

Nutzen für Marke­ting / SEO

Auch beim Targe­ting im Rahmen eine Mailing-Kampa­gne spielen Newslet­ter-Programme eine große Rolle. Newslet­ter sind ein proba­tes Mittel zur Kunden­bin­dung sowie zur Steige­rung der Absatz­zah­len. Werden Newslet­ter intel­li­gent einge­setzt, ohne dass sie von den Empfän­gern als störend empfun­den werden, bilden sie einen direk­ten Draht zu den Kunden. Eine Newslet­ter-Kampa­gne kann außer­dem für zusätz­li­chen Traffic auf einer Website sorgen.