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Defini­tion

Der kosten­lose Google Keyword Planer ist ein Marke­ting-Tool, das ursprüng­lich für die Keywor­dre­cher­che bei Google Ads-Kampa­gnen dient. Es ist der Nachfol­ger des frühe­ren Google Exter­nal Keyword Tools. Die umfang­rei­che Keyword­su­che wird auch für die OnPage-Optimie­rung von Content verwen­det. Voraus­set­zung für die Nutzung des Keyword Planers ist ein gülti­ges AdWords-Konto.

Hinter­grund

Der Google Keyword Planer wurde als Tool geschaf­fen, das Googles Werbe­kun­den dabei hilft, passende Keywords für ihre Kampa­gnen zu finden. Aus diesem Grund ist der Keyword Planner primär auf die die Google-Suche ausge­rich­tet. Der Suchma­schi­nen­pro­vi­der Bing stellt seinen Kunden mit dem „Keyword Research Tool“ ein ähnli­ches Instru­ment für die Keywor­dre­cher­che zur Verfü­gung. In SEO-Kreisen hat sich der Keyword Planer von Google heute vielfach bewährt, um Keyword-Sets für Websites anhand von Traffic-Progno­sen aufzu­stel­len oder den Keywor­d­fo­kus von führen­den Websites in einem Bereich genauer zu analy­sie­ren. Somit wird das Tool zwar auch von Werbe­trei­ben­den geschätzt, doch seine Funktio­nen bieten für die Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung noch viel weitrei­chen­dere Möglich­kei­ten.

Funktio­nen des Keyword Planers

Der Keyword Planer umfasst drei Grund­funk­tio­nen, die jeweils auf spezi­fi­sche Sprachen oder Länder ausge­rich­tet werden können. Darüber hinaus können Anwen­der mit ausschlie­ßen­den Keywords arbei­ten.

Nach neuen Keywords suchen

Dieses Tool ermög­licht es dem Nutzer, sich Keyword-Ideen erstel­len zu lassen. Es können entwe­der mehrere Keywords oder eine Produkt­ka­te­go­rie einge­ben werden, auf deren Grund­lage der Planer die Ideen im nächs­ten Schritt generiert. Alter­na­tiv kann auch eine URL als Basis dienen. Zudem kann nach verschie­de­nen Krite­rien gefil­tert werden. Ein zusätz­li­cher Filter kann die ermit­tel­ten Keywords noch stärker segmen­tie­ren und zum Beispiel Begriffe aussor­tie­ren, die nur sehr wenig Traffic erzie­len oder einen zu hohen Klick­preis erfor­dern. Im Rahmen der Keywor­dre­cher­che können Suchvo­lu­mina zu Keywor­d­grup­pen oder einzel­nen Schlüs­sel­be­grif­fen abgeru­fen werden. Darüber hinaus zeigt der Keyword Planer an, wie hoch der Wettbe­werb zu den jewei­li­gen Begrif­fen ist. Auch die Höhe der durch­schnitt­li­chen CPCs kann mit dem Tool ermit­telt werden. Bis zu 1.000 Keywords können in diesem Bereich einge­ge­ben werden. Für größere Listen mit bis zu 10.000 Wörtern steht ein CSV-Upload zur Verfü­gung. Keywords, die Sonder­zei­chen enthal­ten (z. B. @, €, %), werden nicht ausge­wer­tet.

Keyword-Listen verviel­fa­chen

Diese Funktion des Keyword Planers ist neu und war im frühe­ren Exter­nal Keyword Tool nicht enthal­ten. Es ermög­licht die Kombi­na­tion mehre­rer Begriffe zu zusam­men­ge­setz­ten Keywords, um Longtail-Keywords zu finden. Ein Beispiel:

  • Kombi­niert werden:
    Liste 1: Schuhe, Stiefel, Sanda­len
    Liste 2: kaufen, bestel­len
  • Dies ergibt folgende Keyword-Liste:
    Schuhe kaufen, Stiefel kaufen, Sanda­len kaufen, Schuhe bestel­len, Stiefel bestel­len, Sanda­len bestel­len

Es können mehrere Listen mitein­an­der kombi­niert werden. Aller­dings können maximal 1.000 Kombi­na­tio­nen ausge­ge­ben werden.

Budget­pla­nung und Leistungs­pro­gno­sen

Dieses Feature gehört nicht direkt zu den drei Basis­funk­tio­nen des Keyword Planers. Jedoch hilft es bei der Budget­pla­nung weiter und kann Progno­sen zur Leistung der gewähl­ten Keywords abgeben.

Kritik

Der Google Keyword Planer ist anfäng­lich in die Kritik geraten, da sich im Vergleich zum Vorgän­ger-Tool einige Aspekte ins Negative verkehrt haben. Zum einen wird bemän­gelt, dass der Dienst inzwi­schen nur noch mit einem Google AdWords-Account genutzt werden kann. Die Nutzung ohne Login ist nicht mehr möglich. Zum anderen fällt negativ auf, dass die Suchergeb­nisse im Keyword Planer nicht mehr in „Weitge­hend passend“, „Exakt passend“ und „Wortgruppe“ unter­teilt werden können. Dadurch sind wichtige Filter­op­tio­nen wegge­fal­len, die früher dabei halfen, wirklich relevante Keywords zu finden. Der im Keyword Planer zur Verfü­gung stehende Überein­stim­mungs­typ „Genau passend“ ist nicht annähernd so eng gefasst wie „Exakt passend“, hilft daher oft nur bedingt weiter.

Bedeu­tung für die Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung

Ähnlich wie das Vorgän­ger­tool hat auch der Google Keyword Planer eine große Bedeu­tung für die Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Es handelt sich um eines der am häufigs­ten genutz­ten Tools für die Keywor­dre­cher­che. Es kann genutzt werden, um sinnvolle Keywords für die Optimie­rung einer Website oder eines Online­shops zu finden. So können Texter oder SEOs Keywords für eine Website anhand von deren Nachfrage auswäh­len. Zugleich lassen sich auch Nischen-Keywords mit Hilfe des Tools finden. Für die Textop­ti­mie­rung wird der Keyword Planer meist im Zusam­men­spiel mit einem WDF*IDF-Tool verwen­det. In einem weite­ren Sinn lässt sich der Keyword Planer auch für die Konkur­renz­ana­lyse verwen­den. Gibt man bei der Recher­che nach passen­den Keywords die URL eines Mitbe­wer­bers ein und startet die Suche, erhält man eine Liste mit allen Keywords, die Google als relevant für die Website erach­tet. Anhand dieser Daten lassen sich Rückschlüsse auf die Rankings der betref­fen­den Seite ziehen.

Zudem nutzen Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rer das Tool, um lokal besetzte Keywords zu finden, Trends aufzu­stö­bern und als Anregung für die Themen­fin­dung für Blogs. Durch den integrier­ten Traffic Estima­tor und die Möglich­keit, Keyword-Listen zu kombi­nie­ren, ist das Tool noch wertvol­ler gewor­den.