Defini­tion

Als Java Code wird umgangs­sprach­lich die Program­mier­spra­che Java bezeich­net, die Bestand­teil der von SUN entwi­ckel­ten Java Techno­lo­gie ist. Der Java Code wurde in den 1990er-Jahren von SUN Micro­sys­tems als Program­mier­spra­che entwi­ckelt, die unabhän­gig von Platt­for­men einge­setzt werden kann und objekt­ori­en­tiert arbei­tet. Java gehört heute zu den belieb­tes­ten Program­mier­spra­chen.

 

Geschichte

Das IT-Unter­neh­men SUN Micro­sys­tems hatte in den frühen 1990er-Jahren an einer neuen Program­mier­spra­che gearbei­tet, die damals noch OAK hieß. Ziel war es, eine Program­mier­spra­che zu entwi­ckeln, die zugleich einfach, robust und platt­form­un­ab­hän­gig arbei­ten konnte. Schließ­lich führte SUN Java im Jahr 1995 auf dem Markt ein, wo sie in Konkur­renz zum bereits etablier­ten C++ stand. In Forschung und Lehre löste Java z.T. Eiffel sowie Small­talk ab, wenn die objekt­ori­en­tierte Program­mie­rung behan­delt wurde. Heute gehört Java zum Unter­neh­men Oracle.

 

Vorteile von Java Code

Die Program­mier­spra­che Java bietet Nutzern viele Vorteile. Dabei spielen vor allem die Vorzüge der objekt­ba­sier­ten Program­mie­rung eine große Rolle. So z.B. die Polymor­phie, die bedeu­tet, dass verschie­dene Objekte ausge­tauscht werden können, ohne dass die Grund­struk­tur des Codes verän­dert werden muss. Auf diese Weise können mit Java Anwen­dun­gen program­miert und problem­los gegen neuere und bessere Versio­nen ausge­tauscht werden. Vergleich­bar ist dies mit einer Platt­form eines PKW, die für verschie­dene Marken und Modelle verwen­det werden kann.

Auch die Daten­kap­se­lung gehört zu den Vorzü­gen von Java Code. Sie verhin­dert, dass auf Objekte nur über eine gemein­same Schnitt­stelle zugegrif­fen werden kann. Dadurch bleiben Daten des Codes konsis­ten­ter.

Das dritte Prinzip der objekt­ori­en­tier­ten Program­mie­rung gilt auch für Java Code. Damit lassen sich Spezi­fi­ka­tio­nen und Imple­men­tie­run­gen, also Regeln, erben. Dies bedeu­tet, dass gleiche Routi­nen immer wieder in neuen Kontex­ten verwen­det werden können.

Die Beson­der­heit bei Java Code besteht darin, dass der Quell­text zwar kompi­liert wird, jedoch unabhän­gig von einem bestimm­ten Zielsys­tem. Denn hier greift zunächst ein sogenann­ter Bytecode, auch Zwischen­code genannt, den eine virtu­elle Maschine (Java Virtual Machine) ausführt. Für die Anwen­der bedeu­tet dies, dass Java-Anwen­dun­gen nur genutzt werden können, wenn sowohl das Java-Programm als auch die Laufzeit­um­ge­bung instal­liert sind.

 

Wo wird Java Code verwen­det?

Java wird aufgrund seiner Platt­form­un­ab­hän­gig­keit auf vielen verschie­de­nen Geräten verwen­det. Neben Desktop-Compu­tern sind auch Tablets, Smart­pho­nes, Spiele­kon­so­len oder auch TV-Geräte sowie Haushalts­ge­räte mit Java ausge­stat­tet. Laut Aussa­gen von Oracle wird Java auf über 3 Milli­ar­den Geräten weltweit verwen­det. Spezi­ell für mobile Endge­räte wurde Java zur Java Mircro Edition, kurz: Java ME, weiter­ent­wi­ckelt.

 

Java Code vs. JavaScript

Java Code wird häufig mit JavaScript verwech­selt. Doch dabei handelt es sich um zwei verschie­dene Sprachen, die wir hier gegen­über­stel­len.
Vergleich Java Code und JavaScript: Gegen­über­stel­lung

Java Code JavaScript
Program­mier­spra­che Script­spra­che
Entwick­ler: SUN Micro­sys­tems Entwick­ler: Netscape Commu­ni­ca­ti­ons
Muss kompi­liert werden Dynami­sche Typisie­rung, Klassen­los
Applets, Stand-alone-Anwen­dun­gen Zur einge­bet­te­ten Program­mie­rung inner­halb eines HTML-Codes verwen­det
Ausfüh­rung in virtu­el­len Maschi­nen und in Browsern Ausfüh­rung in Browsern
Bestand­teil der Java-Platt­form Kein Bestand­teil der Java-Platt­form