Defini­tion

Die interne Vertei­lung ist vor allem für das Ranking von Longtail-Keywords wichtig, auf die die jewei­li­gen Unter­sei­ten optimiert sind. Anhand der inter­nen Links erken­nen die Suchma­schi­nen die Struk­tur einer Webseite und orien­tie­ren sich daran. Die interne Verlin­kung ist vergleich­bar mit dem Anlegen eines Stadt­plans. Der Crawler folgt jedem Link wie einer neuen Straße und findet dabei den Gesamt­plan der Seite heraus. Durch zusätz­li­che interne Links lassen sich quasi „Abkür­zun­gen“ für den Bot, aber auch für Besucher erstel­len.

 

Funkti­ons­weise

Ein inter­ner, einge­hen­der Link verweist inner­halb einer Website auf eine Unter­seite. Dabei trans­por­tiert er die Linkkraft einer Seite (den sog. “Linkjuice”) von einer Seite zu den Unter­sei­ten weiter. Zugleich verer­ben interne Links auch PageRank (auch PageRank Flow genannt). Eine Seite erhält diese Linkkraft durch einge­hende externe Links. Die stärkste Seite einer Domain mit der meisten Linkkraft ist meistens die Start­seite.

 

Regel für die interne Verlin­kung

Je mehr (starke) interne Links auf eine Unter­seite zeigen, umso besser wird diese für ihre Keywords ranken. Wichtig zu beach­ten ist jedoch, dass eine strin­gente interne Verlin­kung allein kein Ranking­kri­te­rium für Google und andere Suchma­schi­nen ist. Entschei­dend ist zuvor, dass die Websites mit ausrei­chend starken exter­nen einge­hen­den Links versorgt wird.

Hierbei lassen sich grund­sätz­lich zwei Arten inter­ner Links unter­schei­den. Einer­seits die struk­tu­rierte Naviga­tion, die den Linkjuice hierar­chisch von oben nach unten trans­por­tiert. Anderer­seits sollte auch eine horizon­tale Verlin­kung zwischen thema­tisch passen­den Beiträ­gen für thema­tisch passende, interne Links sorgen.

Bei der inter­nen Verlin­kung sollte jedoch darauf geach­tet werden, dass die inter­nen Links eine gewisse Zahl nicht überstei­gen. Man spricht häufig von maximal 100 inter­nen Links pro Unter­seite einer Website. Doch diese Zahl ist relativ und hängt davon ab, wie stark die linkge­bende Seite einer Website mit hochwer­ti­gen und starken Backlinks versorgt wird.

 

Nutzen für den User

Einge­hende interne Links können nicht nur die Vertei­lung des Linkjuice steuern, sondern dem User dabei helfen, tiefere Ebenen einer Website zu entde­cken bzw. hilfrei­che Zusatz­in­for­ma­tio­nen durch das Klicken auf einen inter­nen Link zu erhal­ten. Demnach haben Webmas­ter mit Hilfe von einge­hen­den inter­nen Links die Möglich­keit, den Besucher auf weitere Inhalte oder in Online-Shops auf weitere Produkte zu lenken.

 

Bedeu­tung für die Suchma­schi­nen-
optimie­rung

Mit Hilfe der inter­nen Verlin­kung lässt sich das Ranking von Unter­sei­ten zu entspre­chen­den Keywords steuern. Dabei hängt es aber auch von der Verwen­dung der jewei­li­gen Anker­texte ab. Somit ist zu empfeh­len, dass intern immer mit dem gleichen Keyword auf die gleiche Zielseite verlinkt wird, um den Linkjuice gezielt für das Pushen einer Unter­seite zu verwen­den.

Empfeh­lens­wert ist die Regel „ein Keyword bzw. eine Keywor­d­kom­bi­na­tion pro Seite“. Doch in manchen Fällen, z.B. bei weniger umkämpf­ten Schlüs­sel­be­grif­fen, kann eine Unter­seite auch zu mehre­ren „Haupt­key­words“ gut ranken. Mit Hilfe der Metaan­ga­ben nofol­low oder noindex bzw. noindex, follow können die Suchro­bots zusätz­lich beim Crawlen der inter­nen Verlin­kung angehal­ten werden, einigen Links nicht zu folgen oder bestimmte Inhalte nicht zu indizie­ren.

Besitzt eine Seite keine einge­hen­den Links, handelt es sich um eine verwaiste Seite. Diese sollte für den inter­nen Linkjuice und eine gute Seiten­ar­chi­tek­tur bearbei­tet werden.