Definition

Die Interaction Rate (deutsch: Interaktionsrate) ist ein Kennwert aus dem Online-Marketing. Er beziffert das Verhältnis zwischen Interaktionen (z.B. Klicks, gestartete Videos) und Seitenaufrufen und wird in Prozent angegeben.

 

Allgemeine Informationen

Das Monitoring im Online-Marketing nimmt einen besonders hohen Stellenwert ein. Mithilfe verschiedener Kenndaten lässt sich die Effektivität von Kampagnen beurteilen. Die Interaktionsrate spiegelt dabei das Verhältnis von Nutzeraktionen zu Seitenaufrufen wieder. Wird eine Webseite aufgerufen oder ein Werbebanner auf einer Webseite betrachtet, sind diese Zahlen erst aussagekräftig, wenn sie in Verhältnis zu tatsächlichen Nutzeraktionen gesetzt werden. Die Interaktionsrate ist also ein Maß für das Interesse eines Nutzers an multimedialen Inhalten.

Interaktion kann dabei verschiedenes bedeuten. Jeder Klick auf einen Button einer Webseite, jedes gestartete Video, jede Maximierung eines Feldes oder jede Gefällt-mir-Angabe bei dem sozialen Netzwerk Facebook kann prinzipiell als Interaktion bezeichnet und gezählt werden. Üblich ist die Verwendung des Begriffs Interaction Rate jedoch meist im Bereich der Onlinewerbung, um die Effektivität von Werbekampagnen beurteilen zu können. Zusammen mit anderen Kenndaten wie Interaction Time, Expansion Rate, Seitenaufrufe, Absprungrate oder Click-Through-Rate können Kampagnen auf verschiedene Merkmale hin überprüft und verbessert werden. Ob und inwiefern Nutzer mit den Inhalten interagiert haben, ist für Marketingfachleute ein wichtiges Feedback, um einerseits die Performance zu messen und andererseits ggf. inhaltliche Änderungen vorzunehmen.

 

Praxisbezug

Die Messbarkeit der Interaktion ist abhängig von dem Medium, in dem geworben wird. So können mit einer herkömmlichen Anzeige, in die ein Zählpixel oder Cookie eingebunden ist, lediglich Seitenaufrufe, Klicks und Zugriffs-Zeiträume gemessen werden. Bei Rich Media Werbung sind weitere Daten wie die Expansion Rate, Interaction Time oder Viewing Time von Videos verfügbar. Wie aussagekräftig Daten zur Interaktion sind, hängt also davon ab, welche technischen Möglichkeiten das Medium beinhaltet.

 

Bedeutung für die Suchmaschinenoptimierung

Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung wird angenommen, dass die Interaktionsrate einen wichtigen Einfluss auf das Ranking darstellt. Da Google allerdings über 200 Kriterien verwendet, um Webseiten zu bewerten, kann dies nur vermutet werden. Unbestritten ist jedenfalls, dass Kenndaten aus der Webanalyse benutzt werden, um den Index von Google zu hierarchisieren. Das Nutzererlebnis – und die Interaktion ist ein Teil dessen – nimmt zweifelsfrei einen hohen Stellenwert ein. Denn Googles Prämisse ist nach wie vor, dass Nutzer das finden sollen, was sie suchen.

Das Interesse des Nutzers an bestimmten Inhalten ist deshalb neben Seitenaufrufen, Klickraten, Absprungraten und Verweildauer maßgebend für eine erfolgreiche Suche. Es ist allerdings unklar, wie wichtig die einzelnen Faktoren sind.