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Defini­tion

Inbound Marke­ting ist eine Marke­ting-Strate­gie, die darauf abzielt, von Kunden durch mehrwer­tige, nützli­che Inhalte gefun­den zu werden. Inbound (deutsch: ankom­men) Marke­ting geht davon aus, dass Kunden sich ohnehin auf der Suche nach Produk­ten befin­den und ledig­lich beim richti­gen Produkt ankom­men müssen.

Allge­meine Infor­ma­tio­nen

Inbound Marke­ting ist von klassi­schen Strate­gien deutlich zu unter­schei­den. Während Print­wer­bung, Email-Marke­ting oder Direkt­ver­trieb dadurch gekenn­zeich­net sind, dass der Werbende eine Nachricht an den Kunden sendet, ist dies beim Inbound Marke­ting nicht der Fall. Die Aufmerk­sam­keit des Kunden wird indes­sen gewon­nen, wenn nützli­che, auffind­bare Inhalte im Netz platziert werden, die zunächst der Leadge­ne­rie­rung dienen.

Da der poten­zi­elle Kunde auf der Suche nach nützli­chen Infor­ma­tio­nen und Produk­ten ist – so die Annahme –, muss er nur noch mitge­nom­men werden, um aus einem Lead (deutsch: Erstkon­takt) einen Sale (deutsch: Verkauf) zu erzeu­gen. Dies geschieht durch Erstel­lung und Pflege von mehrwer­ti­gen Inhal­ten, die der Kunde auf seiner Suche automa­tisch findet. Beim Inbound Marke­ting geht es also darum, gefun­den zu werden und den poten­zi­el­len Kunden durch Inhalte, Themen und Problem­lö­sun­gen zu überzeu­gen.

Funktio­nen

Inbound Marke­ting kann sich verschie­de­ner Kanäle und Instru­mente bedie­nen: Suchma­schi­nen, Social Media, Blogs oder Online-Presse zum Beispiel. Je nach Kanal stehen dann unter­schied­li­che Instru­mente zur Verfü­gung, um aus Besuchern zahlende Kunden zu machen. Marke­ting-Exper­ten sprechen aktuell davon, dass das Inbound Marke­ting die Strate­gie schlecht­hin sei, um im Online­be­reich Umsätze zu generie­ren.

Deshalb ist Inbound Marke­ting auch nicht von der Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung, der Online­presse oder der Pflege von Social Media Profi­len zu trennen. Wesent­lich für einen Erfolg von Inbound-Maßnah­men ist nämlich die Aufmerk­sam­keit der poten­zi­el­len Kunden, die durch solche Kanäle erst multi­pli­ziert wird. Aus Besuchern, die auf inter­es­sante Inhalte aufmerk­sam gewor­den sind, werden dann quali­fi­zierte Leads, die zum späte­ren Sale werden können, wenn der gefun­dene Inhalt zu den anfäng­li­chen Suchan­fra­gen des Besuchers passt. Im letzten Schritt wird versucht, möglichst viele Kunden zu Stamm­kun­den zu machen.

Zentral für erfolg­rei­ches Inbound Marke­ting sind die Inhalte, mit denen versucht wird, Leads zu generie­ren. Content Marke­ting (oder zum Blog-Artikel: 40 Exper­ten­mei­nu­gen über Content Marke­ting) kann deshalb als Teil des Inbound Marke­tings verstan­den werden. Mithilfe von Blogs, Podcasts, Web-Videos, E‑Books, Infogra­fi­ken oder White-Papers kann versucht werden, die grund­le­gen­den Fragen und Bedürf­nisse der Kunden zu beant­wor­ten und zu befrie­di­gen. Der Ansatz ist folgen­der: Durch das Erstel­len von quali­ta­tiv hochwer­ti­gem Content können aus Besuchern Kunden gemacht werden. Durch eine Vertei­lung über unter­schied­li­che Kanäle können idealer­weise noch mehr Besucher gelockt werden. Auch beim Inbound Marke­ting ist der Slogan angebracht: “Content is King!”.

Bedeu­tung für SEO

Wenn die Suchma­schi­nen­op­ti­mie­rung als integra­ler Bestand­teil des Inbound Marke­tings verstan­den wird, lassen sich die Regeln des SEO auf das Inbound Marke­ting übertra­gen. Der Content muss auffind­bar sein. Die Inhalte werden so ausge­zeich­net, dass sie von Suchma­schi­nen und damit von poten­zi­el­len Kunden gefun­den werden können.

Das fängt bei der Wahl der Keywords an und reicht bis zum Linkbuil­ding und der OnPage-Optimie­rung. Kunden fangen ihre Suche in der Regel mit Keywords an, deshalb ist die Verknüp­fung des Contents mit den richti­gen Keywords so zentral. Je nachdem welche Art von Content die Kunden locken soll, ist es wichtig, diesen richtig auszu­zeich­nen. Beispiels­weise können Bilder mit einem ALT-Attri­but gekenn­zeich­net werden oder Videos erhal­ten eine prägnante Beschrei­bung mitsamt relevan­ter Keywords.

Auch Blogbei­träge oder Landing Pages können gemäß SEO-Richt­li­nien als Start­punkt des Inbound Marke­ting betrach­tet werden und sind entspre­chend auszu­zeich­nen. Bei der Vertei­lung der Inhalte über verschie­dene Kanäle sollte weiter­hin Dupli­cate Content vermie­den werden: Teaser für einen inter­es­san­ten Artikel oder ein Video sollten unique (deutsch: einzig­ar­tig) sein, da die ersten Textzei­len, zum Beispiel von einem Post auf Facebook, mittler­weile von den Suchma­schi­nen ausge­le­sen werden können. Nur wenn Inbound Marke­ting sich verschie­de­ner SEO-Hilfs­mit­tel bedient, kann sich langfris­ti­ger Erfolg einstel­len.