Definition

In-Game-Advertising (kurz: IGA; deutsch: Werbung im Spiel) bezeichnet das Schalten von Werbeanzeigen in Spielen.

 

Allgemeine Informationen

Werbebanner werden schon seit den Anfängen der ersten Computerspiele und Konsolen verwendet. Während meist Eigenwerbung oder die der Kooperationspartner zu sehen waren, wurden Spiele erst im letzten Jahrzehnt als effizienter Werbeträger erkannt. Insbesondere die Entwicklung von Online-Games und Free to Play-Lösungen ist hier zu erwähnen. In Online-Games findet man eine große Anzahl an In-Game Advertising und Product Placement (deutsch: Produkt Platzierung). Einerseits, um die Spielentwicklung zu finanzieren und andererseits, um durch Werbung Umsätze zu erzielen.

 

Funktionsarten von In-Game-Advertising

Es gibt zwei Formen des IGA:

  1. DIGA oder Dynamische Werbung im Spiel ist veränderbar und kann zeit- oder ortsgebunden sein. Sie wird an bestimmten Orten im Spiel eingeblendet, wenn der Spieler sich gerade dort aufhält. Inhaltlich ist diese Werbebotschaft flexibel. Bei jedem neuen Spiel oder jeder neuen Session kann eine andere Werbebotschaft geschaltet werden.
  2. SIGA oder Statische Werbung im Spiel kann in den Handlungsverlauf des Spiels eingebunden sein oder sie besteht aus gezielten Platzierungen von Produkten in der Umgebung des Spiels. Schon während der Entwicklung eines Spiels werden Unternehmen Werbeplätze angeboten, die „im Spiel“ bleiben – auch über dessen Verwendungszeitraum hinaus.

 

In-Game-Advertising in der Praxis

In der Praxis werden verschiedene Merkmale verwendet, um beide Formen von In-Game-Advertising zu bewerten. Der Werbende hat ein Interesse daran, dass die gebuchten Werbeplätze günstig und gleichzeitig in ihrer Wirkung messbar sind. Die Dauer der Einblendung, die relative Bildschirm-Größe und der Mindestbetrachtungswinkel sind die Merkmale, die einen Werbekontakt charakterisieren. Der Mindestbetrachtungswinkel ist ein Maß für Werbung, die aufgrund ganz bestimmter 3D-Koordinaten am besten wahrgenommen wird. Der Gamer hat dann einen perfekten Blick auf die jeweilige Werbefläche. Das führt dazu, dass solche Werbeflächen im Spiel hochpreisiger verkauft werden.

Demgegenüber steht das Problem, dass in vielen Games gar keine Interaktion von Werbeträger und Advertiser (deutsch: Werbetreibende) möglich ist und deshalb auch keine objektive Bewertung der Werbefläche. Der Computer kann keine Daten an den Werbenden senden, wenn zum Beispiel keine Internetverbindung vorhanden ist. In klassischen Computerspielen ohne Onlinemodus stellt das für die Werbung ein Problem dar, da sie erstens nicht kalkulierbar und zweitens ihr Erfolg nicht messbar ist. Der Anwendungsbereich von Onlinegames ist davon nicht berührt. Hier ist eine direkte Interaktion durch jeden zählbaren Klick gegeben.

 

Bedeutung für SEO

In-Game-Advertising kann Gamer in Onlinegames zum Klicken anregen. So können mehr Seitenaufrufe und eventuell auch Conversions das Ergebnis sein. Die inhaltliche Ausrichtung einer Kampagne spielt hier eine Rolle: Wenn das Produkt und die Zielgruppe zusammenpassen, ist eine höhere Konversionsrate wahrscheinlich. Je besser die Präferenzen der Zielgruppe bekannt sind, desto einfacher ist die Steigerung der Konversionsrate. Gamer und Internetuser werden eher einen Link anklicken, wenn er für sie interessant ist.

Um die allgemeine Bekanntheit einer Marke zu steigern, ist In-Game Werbung sowohl online als auch offline sicherlich hilfreich. Aber auch das Branding ist auf eine inhaltlich gute Ausrichtung der Kampagnen und gutes Targeting angewiesen, wenn Effekte erzielt werden sollen. Zudem sollten Gamer nicht mit zu viel Werbung abgeschreckt werden.